Kommunale Wärmeplanung

„Soll ich jetzt tauschen oder warten, bis meine Gemeinde ihren Wärmeplan hat?" ist zurzeit die meistgestellte Frage in unseren Beratungen. Die ehrliche Antwort lautet in den meisten Fällen: nicht warten – aber es kommt auf drei Dinge an.

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BAFA- und KfW-Förderung für regenerative Heizungen

Stand: 31. August 2026 · Maier Heiztechnik GmbH, Köngen · für Eigentümer in Köngen, Wendlingen, Esslingen und Umgebung

Was die Wärmeplanung ist – und was nicht

Die kommunale Wärmeplanung zeigt für jedes Gebiet im Gemeindegebiet, welche Wärmeversorgung dort künftig voraussichtlich sinnvoll ist. Im Ergebnis werden Gebiete eingeteilt: solche, die für ein Wärmenetz infrage kommen, solche für dezentrale Versorgung mit Wärmepumpe oder Biomasse, und Prüfgebiete, bei denen die Entscheidung offen ist.

Wichtig, weil es dauernd verwechselt wird: Aus der Wärmeplanung folgt keine Anschlusspflicht. Sie ist eine Planungsgrundlage der Gemeinde, kein Bescheid für Ihr Haus. Ein Anschlusszwang kann nur über eine eigene kommunale Satzung entstehen – das ist ein gesonderter Beschluss mit eigenem Verfahren. Und ein Eignungsgebiet ist eine Prognose, keine Zusage, dass tatsächlich gebaut wird.

Die Entscheidung in drei Fragen

FrageWenn ja
Ist Ihre Heizung älter als 25 Jahre oder bereits störanfällig?Nicht warten. Ein Ausfall im Januar lässt keine ruhige Entscheidung mehr zu – dann wird eingebaut, was schnell verfügbar ist.
Ist in Ihrer Straße ein Wärmenetz konkret geplant, mit Zeitplan?Prüfen lohnt. Aber „konkret" heißt: beschlossen und terminiert, nicht „im Wärmeplan als Eignungsgebiet ausgewiesen".
Überbrückt Ihre jetzige Anlage die Wartezeit sicher?Nur dann ist Warten überhaupt eine Option. Sonst tragen Sie das Ausfallrisiko allein.

Warten kostet Förderung. Der Klimageschwindigkeits-Bonus liegt bei 16 Prozent und bleibt bis Januar 2027 auf diesem Stand. Ab Februar 2027 sinkt er halbjährlich um vier Prozentpunkte, ab August 2028 entfällt er ganz. Zusätzlich sinken ab Februar 2027 die förderfähigen Höchstkosten halbjährlich um 750 Euro. Wer ohnehin in den nächsten Jahren tauschen muss, zahlt fürs Warten mit barem Geld.

Wie es in der Region läuft

Der Stand ist von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich – große Kreisstädte waren früher dran als kleinere Gemeinden, und viele kleinere Gemeinden haben sich zusammengetan, um die Planung gemeinsam erstellen zu lassen.

Köngen gehört zu einem solchen interkommunalen Verbund. Die Wärmeplanung wird gemeinsam unter Federführung der Stadt Wendlingen erstellt, beteiligt sind neben Köngen und Wendlingen auch Wernau, Deizisau, Plochingen, Oberboihingen und Unterensingen.

Den aktuellen Stand für Ihre Straße fragen wir für Sie ab. Wärmepläne werden veröffentlicht, sobald sie beschlossen sind, und der Stand ändert sich laufend. Statt hier eine Momentaufnahme abzudrucken, die morgen falsch ist: Rufen Sie uns an, wir klären den Stand Ihrer Gemeinde und beziehen ihn in die Empfehlung ein.

Was Sie unabhängig vom Wärmeplan tun können

Es gibt Maßnahmen, die sich in jedem Fall lohnen – egal, wie Ihre Gemeinde am Ende plant:

  • Hydraulischer Abgleich und Heizkurve. Senkt sofort den Verbrauch und ist die Voraussetzung für jede spätere Lösung, auch für den Netzanschluss.
  • Die nötige Vorlauftemperatur ermitteln. Sie entscheidet darüber, ob eine Wärmepumpe infrage kommt. Wie Sie das selbst herausfinden, steht unter Wärmepumpe im Altbau.
  • Kellerdecke und oberste Geschossdecke dämmen. Meist die günstigste Maßnahme mit der besten Wirkung, und sie hilft bei jeder Heizungsart.
  • Den eigenen Zeitplan klären. Wie lange hält die jetzige Anlage realistisch? Diese Frage beantwortet die Wartungsfirma, nicht die Gemeinde.
  • Die Größenordnung der Kosten kennen. Was eine komplette Anlage kostet und was nach Abzug der Förderung übrig bleibt, steht unter Was kostet eine neue Heizung.

Häufige Fragen

Was ist die kommunale Wärmeplanung?

Eine Planung der Gemeinde, die für jedes Gebiet zeigt, welche Wärmeversorgung dort künftig sinnvoll ist: Wärmenetz, dezentral mit Wärmepumpe oder Biomasse, oder Prüfgebiet. Sie ist eine Planungsgrundlage – kein Bescheid und keine Vorschrift für Ihr Haus.

Muss ich mich an ein geplantes Wärmenetz anschließen?

Nein. Aus der Wärmeplanung allein folgt keine Anschlusspflicht. Die kann eine Gemeinde nur über eine eigene Satzung in einem gesonderten Verfahren beschließen. Ein Eignungsgebiet im Wärmeplan ist eine Prognose, keine Verpflichtung.

Soll ich mit dem Heizungstausch warten, bis der Wärmeplan da ist?

Meist nicht. Warten lohnt nur, wenn ein Wärmenetz für Ihre Straße konkret geplant und terminiert ist und Ihre Heizung die Zeit sicher überbrückt. Ist sie älter als 25 Jahre oder störanfällig, ist Warten das größere Risiko – zumal der Klimageschwindigkeits-Bonus ab Februar 2027 sinkt.

Was passiert, wenn ich jetzt eine Wärmepumpe einbaue und später ein Wärmenetz kommt?

Dann haben Sie eine funktionierende Heizung und entscheiden in Ruhe. Ein Wärmenetz ist kein Grund, eine intakte Anlage zu ersetzen. Wer dagegen auf ein Netz wartet, das nie gebaut wird, verliert Jahre und die höheren Fördersätze.

Wie erfahre ich, was für meine Straße geplant ist?

Bei der Gemeindeverwaltung; beschlossene Wärmepläne werden veröffentlicht. Vor jeder Empfehlung fragen wir den aktuellen Stand für Ihre Adresse ab und beziehen ihn in die Beratung ein.

Wer erstellt die Wärmeplanung für Köngen?

Köngen plant in einem interkommunalen Verbund unter Federführung der Stadt Wendlingen, gemeinsam mit Wernau, Deizisau, Plochingen, Oberboihingen und Unterensingen.

Ändert die kommunale Wärmeplanung etwas an der Förderung?

An den Fördersätzen nicht: Die Grundförderung von 30 Prozent gilt für Wärmepumpe, Biomasse und Netzanschluss gleichermaßen. Wo ein Wärmenetz konkret kommt, ist der ebenfalls förderfähige Anschluss oft die naheliegende Lösung.

Stand und Grundlagen: 31. August 2026. Angaben zum interkommunalen Verbund nach Beschlüssen des Gemeinderats Köngen. Fördersätze und Absenkungsschritte nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude, Stand August 2026 – Einzelheiten unter Zuschüsse. Diese Seite ist eine Information, keine Rechtsberatung. Fachbegriffe im Glossar.

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