Was kostet eine neue Heizung
Die meisten Betriebe antworten auf diese Frage mit „das kommt darauf an". Stimmt ja auch – hilft nur niemandem weiter. Deshalb hier die Größenordnung, mit der wir selbst kalkulieren: Eine komplette Wärmepumpe im Einfamilienhaus liegt bei uns zwischen rund 22.000 und 30.000 Euro brutto. Was davon nach Förderung übrig bleibt, steht weiter unten.
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Stand: 31. August 2026 · Grundlage sind unsere eigenen Musterkalkulationen für typische Einfamilienhäuser im Landkreis Esslingen
Die Größenordnung
| Vorhaben | Gesamtpreis brutto |
|---|---|
| Wärmepumpe im Einfamilienhaus, üblicher Wärmebedarf | rund 22.000 – 23.000 € |
| Wärmepumpe bei höherem Wärmebedarf oder größerem Gebäude | rund 30.000 € |
Das sind Komplettpreise, keine Gerätepreise: Ausbau der alten Heizung, Wärmepumpe mit Warmwasserspeicher, alle Arbeiten im Heizraum, Montage, Elektroarbeiten an der Anlage, hydraulischer Abgleich und Inbetriebnahme sind enthalten.
Nicht enthalten sind die Arbeiten Ihres Elektrikers am Schaltschrank samt Zuleitung zur Wärmepumpe und das Kiesbett für den Kondensatablauf. Wir sagen das vorher, damit es hinterher keine Überraschung gibt.
Was am Ende übrig bleibt
Interessant ist nicht der Preis, sondern der Eigenanteil. Drei Fälle, gerechnet mit den Fördersätzen von 2026:
| Fall | Preis | Förderung | Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus, alte Gasheizung wird ersetzt, Haushaltseinkommen über 50.000 € | rund 22.000 € | 46 % | rund 12.000 € |
| Gleiches Haus, Haushaltseinkommen bis 30.000 € | rund 22.000 € | 80 % | rund 4.400 € |
| Höherer Wärmebedarf, größeres Gerät | rund 30.000 € | 46 % | rund 17.500 € |
Warum der dritte Fall überproportional teuer wird: Gefördert werden höchstens 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Was darüber hinausgeht, zahlen Sie voll. Deshalb wächst der Eigenanteil schneller als der Preis. Wie sich die Fördersätze im Einzelnen zusammensetzen, steht auf der Seite Zuschüsse.
Warum Angebote so weit auseinanderliegen
Der Unterschied zwischen zwei Angeboten entsteht fast immer beim Gerät – nicht bei der Montage. Die Arbeit drumherum ist bei sauber kalkulierten Angeboten ähnlich, weil sie sich kaum unterscheidet: Die alte Anlage muss raus, der Heizraum umgebaut, die Elektrik angeschlossen, die Anlage eingeregelt werden.
Deshalb lohnt beim Vergleich nicht der Blick auf die Endsumme, sondern die Frage, was fehlt. Prüfen Sie, ob diese fünf Punkte enthalten sind:
- Ausbau und Entsorgung der alten Anlage einschließlich Speicher
- Warmwasserspeicher und dessen Anbindung
- Elektroarbeiten an der Anlage und Inbetriebnahme
- Hydraulischer Abgleich mit Wärmebedarfsrechnung
- Isolierung der neuen Leitungen
Fehlt davon etwas, ist das Angebot nicht günstiger. Es ist unvollständig – und die Differenz taucht später als Nachtrag wieder auf. Eine Position-für-Position-Checkliste dafür steht unter Heizungsangebot prüfen.
Ihren eigenen Bedarf abschätzen
Bevor Sie irgendwo anrufen, können Sie sich selbst einordnen. Sie brauchen dafür nur Ihre letzte Abrechnung:
Jahresverbrauch geteilt durch 1.000, mal 5.
Aus 2.000 Litern Öl oder 2.000 Kubikmetern Gas werden so rund 10 Kilowatt Wärmebedarf. Damit wissen Sie, in welcher Größenordnung sich Ihr Vorhaben bewegt.
Das ist eine Faustformel für die Größenordnung, keine Heizlastberechnung – aber sie reicht, um ein Angebot einzuordnen. Die genaue Berechnung machen wir raumweise vor Ort. Und ob Ihr Haus überhaupt für eine Wärmepumpe taugt, entscheidet nicht die Leistung, sondern die Vorlauftemperatur: dazu Wärmepumpe im Altbau.
Häufige Fragen
Was kostet eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus?
In unseren Projekten rund 22.000 bis 30.000 Euro brutto – komplett mit Ausbau der alten Anlage, Montage, Speicher, Elektroarbeiten und Inbetriebnahme. Wo Ihr Haus in dieser Spanne liegt, hängt vor allem von Leistung und Gerät ab. Davon geht die Förderung noch ab.
Was bleibt nach Abzug der Förderung übrig?
Bei einer Anlage für rund 22.000 Euro und der üblichen Förderung von 46 Prozent etwa 12.000 Euro. Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen bis 30.000 Euro erreichen 80 Prozent – dann bleiben rund 4.400 Euro.
Warum liegen Angebote verschiedener Betriebe so weit auseinander?
Weil oft Unterschiedliches drinsteht. Der Unterschied entsteht meist beim Gerät, nicht bei der Montage. Prüfen Sie, ob Ausbau der Altanlage, Speicher, Elektroarbeiten, hydraulischer Abgleich und Inbetriebnahme enthalten sind – fehlt etwas, ist das Angebot nicht günstiger, sondern unvollständig.
Wie schätze ich meinen Wärmebedarf selbst ab?
Mit Ihrer letzten Abrechnung: Jahresverbrauch in Litern Öl oder Kubikmetern Gas durch 1.000 teilen und mit 5 multiplizieren. Aus 2.000 Litern Öl werden so rund 10 Kilowatt. Das ist eine Faustformel, keine Heizlastberechnung – zum Einordnen eines Angebots reicht sie.
Was ist im Komplettpreis enthalten und was nicht?
Enthalten: Ausbau der Altanlage, Wärmepumpe mit Speicher, Rohrleitungs- und Isolierarbeiten im Heizraum, Montage, Elektroarbeiten an der Anlage, hydraulischer Abgleich und Inbetriebnahme. Nicht enthalten: die Arbeiten des Elektrikers im Schaltschrank samt Zuleitung zur Wärmepumpe und das Kiesbett für den Kondensatablauf.
Kostet eine Wärmepumpe mit Pufferspeicher deutlich mehr?
Nein, der Unterschied ist überschaubar. Ob Pufferspeicher, hydraulische Weiche oder eigene Heizgruppe nötig sind, entscheidet die Anlage. Wo es ohne geht, bauen wir es nicht ein.
Warum wird ein größeres Gerät überproportional teuer?
Weil die Förderung gedeckelt ist: Gefördert werden höchstens 28.000 Euro für die erste Wohneinheit, alles darüber zahlen Sie voll. Eine Anlage für 30.000 Euro brutto führt deshalb im Regelfall zu einem Eigenanteil von rund 17.500 Euro.
Gilt der genannte Preis auch für mein Haus?
Als Größenordnung ja, als Angebot nein. Die Zahlen stammen aus unseren Musterkalkulationen für typische Einfamilienhäuser. Was Ihr Haus kostet, klären wir vor Ort – die Einschätzung kostet Sie nichts.
Stand und Grundlage: 31. August 2026. Die Größenordnungen stammen aus unseren eigenen Musterkalkulationen für typische Einfamilienhäuser, Preisstand Anfang 2026. Sie sind eine Orientierung und kein Angebot – der Preis für Ihr Gebäude ergibt sich erst nach der Besichtigung. Fördersätze nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude, Einzelheiten unter Zuschüsse.
























